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Begriffsklärung und Ausrichtung in Bezug auf Charismatie Zionstochter-Positionierung.

Aktualisiert: 3. Nov.



Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, er verbindet ihre Wunden. (Psalm 147,3)


Ihr Lieben,

ich habe lange überlegt, ob es nötig ist, mal ein paar Grundpfeiler einzuschlagen, während ich in dem, was ich schreibe, voranschreite. Und ja, das ist es.


Zunächst einmal ein paar Worte zur Grundausrichtung meines Glaubens:


Ich glaube, dass Gott viel größer ist, als wir ihn machen. Damit meine ich nicht, dass Gott toleranter, weltoffener oder eine Welteinheitsreligion anstrebend ist, nein: Der Gott, den ich in der Schöpfung erkenne, der in den Psalmen angepriesen wird und dessen Schönheit und Vollkommenheit David nackt auf der Straße tanzen und Propheten in Verzückung geraten ließ ist einfach nur ein völlig anderer als der despotische, kleinkarierte Gott, dem ich oft in den Köpfen von Glaubensgeschwistern finde. Ich glaube an Gottes Allmacht, an seine Schönheit und an seine Liebe. Ich glaube daran, dass er ein segnender, heilender, rettender und zugewandter Gott und Vater ist, der nichts zurückhält, der nichts limitiert, der gerne gibt- wenn man ihn nur fragt und bittet und sucht.

Gott ist weder emotionslos noch lebensfeindlich. Er ist ja das Leben selbst, die Wahrheit, der Weg. Er ist es, aus dem alles Schöne, Lebendige und Freudvolle stammt, er ist der Geber aller guten Gaben.


Ich glaube, dass wir wenig davon in Anspruch nehmen, und dass wir sogar glauben, dass dieses Gottesbild falsch it. Ich glaube, dass wir in einer tiefen Angst leben, vom Weg abzukommen, wenn wir die Fülle Gottes in Anspruch nehmen. Aber ich glaube auch, dass wir deshalb immer auf Reserve laufen, Satan mehr Raum geben, als ihm zusteht und uns der Freude an Gott, "die unsere Stärke" sein soll, berauben lassen.


Ich bekenne mich klar zu den Ordnungen Gottes, ich glaube nicht, dass wir einfach "machen können, was wir wollen"- aber ich bin zutiefst überzeugt, dass jede Regel, jede Ordnung, jedes Prinzip Gottes zu Lebendigkeit, zu Freiheit und zu Segen führt. Die Gesetze und Ordnungen Gottes sind gut, sind vollkommen. Ich blicke auf Gott und frage ihn: Warum verbietest du das? Was ist der Schutz dahinter? Ich blicke nicht auf Gott und erwarte Verurteilung, Anklage und ein rigides Gesetzeswerk.


Ich glaube zutiefst an den Heiligen Geist, die Neugeburt und den neuen Bund. Ich glaube aber auch, dass wir, wenn wir mit Gott gehen, immer wieder Korrektur erfahren, auf eine liebende Art, sobald wir in Versöhnung mit ihm leben. Ich glaube, dass uns Bedrängnis und Wüstenzeiten nicht erspart bleiben, aber dass sie immer den Sinn erfüllen, zu ihm hin zu wachsen, in ihm die Quelle allen Seins zu erkennen. Ich erlebe Vergebung durch Jesus, Reue und das Knien vor ihm als befreiend, nicht als demütigend. Und ich nehme die gewährte (und immer wieder gewährte) Vergebung in Dankbarkeit und Liebe an, weil sie mich überführt- und mir seine Wahrheit offenbart. Umkehr bedeutet für mich eine Rückkehr in den sicheren Heimathafen, nicht Beschränkung. Umkehr bedeutet für mich die Befreiung aus inneren Verstrickungen und Dunkelheit.


Wenn ich auf meiner Seite Begriffe verwende wie "Innere Heilung"- dann spreche ich nicht von esoterischen Heilmethoden. Ich spreche davon, zur Quelle allen Lebens zu gehen mit der festen Annahme, dass Gott a)real, b) alles überblickend und c) zutiefst gut und liebend ist. Wenn ich den Heiligen Geist bitte, das Herz zu berühren in verhärteten Bereichen, dann bitte ich darum, dass Hesekiel 36.26 lebendig wird, dass das Herz lebendig wird und sich Gott zuwendet, Verletzungen geheilt werden und Sichtweisen korrigiert werden durch die Gaben der Weisheit und Erkenntnis, die Gott jedem zur Verfügung stellt, der darum ernsthaft bittet.


Ich glaube daran, dass Gott antwortet, denn er sagt es in Jeremia 33,3 selbst, und ich glaube auch, dass sich seine Gedanken von unsren Gedanken unterscheiden: Ich glaube, dass anstelle unserer beschränkten Sichtweise seine tritt, die viel umfassender, viel weiter und viel komplexer ist als unsre eigene. Ich glaube, dass Gott persönlich durch den Heiligen Geist mit uns spricht, denn der Heilige Geist ist unser "Lehrer" und er wird nicht stumm sein können. Zudem sagt Paulus in 1.Korinther 12, dass viele zu "stummen Götzen" hinweggetrieben wurden- ein Gegensatz zum lebendigen, interaktiven und real erfahrbaren Gott.

Ich glaube jedoch auch, dass Gott nicht in erster Linie Zukunftsweissagungen gibt, dass er sein Wort nicht ändert, dass er sich selbst nicht widerspricht. Wenn Jesus vor der Gefahr des Reichtums warnt, dann legt er uns nicht plötzlich Luxus und Herrenhäuser zu Füßen. Jesus steht für inneren Reichtum, und ja, für materielle, aber angemessene Versorgung. Er zauberte kein Fünf Sterne Menu bei der Speisung der Fünftausend, sondern forderte zum Teilen auf, und er vermehrte das, was da war- ein Prinzip, das er beibehält- er baut auf das auf, was bereits vorhanden ist.


Ich glaube ferner, dass wir als Seele geschaffen wurden, und nicht, dass wir eine Seele haben. Ich glaube, dass es einen inneren und einen äußeren Menschen gibt, aber ich glaube, dass sich der innere Mensch durch den äußeren in Worten, Taten, Zustand, Ausstrahlung und Gesamtwirkung ausdrückt. Entsprechend glaube ich an Psychosomatik- nicht aber an Aurakonzepte, Energiekörper und Meridiane. Ich glaube, dass die Ursache für Krankheiten sehr viel (sprich-)wörtlicher widergespiegelt ist als wir annehmen. Somit kann dauerhafte Heilung nur eine ganzheitliche sein.


Wenn ich von Kontemplation (innere Fokussierung), dann spreche ich von innerer Sammlung, wie es die Mönche in ihren Stundengebeten tun. Es geht um Ausrichtung und Hingabe an Gott, an Lebensübergabe in allen Bereichen und um das sich Unterstellen seiner Führung. Ich spreche nicht von fernöstlicher Kontemplation hin zu einem Hohen Selbst oder zur Selbstverwirklichung.


Das Ziel jeder Wiederherstellung und Ausrichtung auf Gott ist es, in seinen Willen zu kommen und ihm zu dienen statt der Welt. Das Ziel jeder Wiederherstellung ist die Übergabe unsres Herzens an Jesus als ungeteiltes Herz.


Wenn ich von Auflösen von Glaubenssätzen und Stigmatisierung spreche, dann spreche ich von Bereichen, in denen wir Gottes Güte und Schutz angezweifelt haben, in denen wir seine Liebe nicht annehmen, in denen wir Bitterkeit oder Unvergebenheit uns selbst und anderen gegenüber in uns verwurzelt haben oder unbewusst Glaubensrichtungen anhängen, die nicht von ihm sind (Humanismus). Vergebung kann oft nur stattfinden, wenn wir verstehen, "wo Gott war", wenn wir verstehen, dass Gott oft Hilfe gewähren wollte, die nicht geleistet wurde durch andere ( Schuld), dass Leid nicht von ihm gewollt ist, sondern ein Resultat dieser gefallenen Welt (Sünde, Gewalterfahrungen, Trauma), dass wir alle Liebesfähigkeit und echte Nächstenliebe in Wort UND Tat vermissen lassen und dass wir nur dann freigesetzt werden können, wenn wir sehen, dass das nicht Gottes Plan für uns ist. Ich ermutige entsprechend dazu, Gott zu fragen, warum; Zorn auf ihn, Zweifel an ihm und Angst zu thematisieren im Gebet mit ihm- und seine Antwort zu erwarten. Richtlinie sind hier die Psalmen, in denen wir dieses aufrichtige Ringen um Wahrheit der Psalmisten sehen können.


Ich distanziere mich klar von einigen Strömungen, die in der charismatischen Szene Fuß gefasst haben:


Auflösen von Generationsflüchen/vorgeburtliche Traumata/Reinkarnation:

Die gibt es nicht. Gott selbst ordnet in Hesekiel an, dass jeder gemäss seiner eigenen Schuld oder seiner eigenen guten Frucht beurteilt werden soll, und die Strafe hat Jesus getragen. Christen sind nicht unter Generationsflüchen gefangen, und sie sind auch keine magischen Flüche, sondern ein Fluch Gottes, verbunden mit dem 1. Gebot- und der Option, zwischen Fluch und Segen zu wählen.


Dämonenbesetzung bei Christen:

Solange sich ein Christ nicht wissentlich auf New Age und okkulte Praktiken wie Reiki, Chakrenarbeit, Energiearbeit, Tarot, Weissagung, Manipulation, Trance, Channeling (das sich öffnen für Eindrücke und Weisung), Versenkung, transzendentale Zustände, Out of Body Experiences etc öffnet, also der Magie zuwendet, ist ein Christ mit Bekenntnistaufe befreit von allen magischen Verstrickungen. Das wird im Zweifelsfalle nicht dämonische Angriffe und das "Erfühlen" von dunklen Spirits ausschließen, aber sie besetzen nicht.


Erstoffenbarte Eindrücke/ Offenbarung an dritte von verdrängtem Missbrauch, Familienfehden, Traumen und Sünde etc:


Gott wird in solchen Fällen dir selbst deine Sünde, deine Verletzung zuerst zeigen. Niemals einem dritten, warum sollte er das tun? Er mag Dinge durch einen Mitchristen oder Therapeuten bestätigen, aber niemals wird er dich bei der Erkenntnis übergehen. Das erzeugt Abhängigkeit. Diese Gabe ist nicht von Gott, und muss entschieden abgelehnt werden. Solche Eindrücke sind Lüge und hochgefährlich.



Selbsterlösung/Dauertherapie:

Beides lehne ich ab. Wahre Befreiung kann nur Jesus Christus alleine schenken. Wir können seinem Erlösungswerk nichts hinzufügen, und er "hat auch nichts übersehen"

Unsre alten Verletzungen und Überzeugungen sind Schatten, in denen wir seine Erlösung und Liebe noch nicht erkannt haben und mit Strafe, Verurteilung und Härte rechnen. Nichtsdestotrotz ist uns gesagt, was gut ist. Wir können auch als Christen falsche Wege einschlagen, falschen Spirits folgen und uns erneut aus Jesu Gnade ziehen lassen. Aber der Rückweg zu Jesus ist immer möglich- und geht über das Kreuz, das Knien, das erneute Erbitten seiner Vergebung und Gnade. Verurteilung jedoch- das Verspielen seiner Liebe, ist nur durch bewusstes Abwenden von ihm möglich, dem Lästern des Heiligen Geistes, dem Verwerfen der Gnade und Liebe die er ist zugunsten Macht, Missbrauch und Rebellion- sprich: Der bewussten Zuwendung und Anbetung Satans, anderer Götzen und Religionen und dem Verwerfen des christlichen Glaubens in Gänze. Dies schließt Glaubenskrisen, das Ringen um den Glauben, nicht ein.


Ich bekenne bedingungslos die Allmacht Gottes. Der Sieg ist errungen am Kreuz von Golgatha, und auch, wenn Jesus herrschen muss, bis die letzten Bastionen gefallen sind, der spirituelle Krieg also andauert, geht es hier um das Durchsetzen seiner Autorität und das Aussprechen des beendeten Krieges- und nicht um eine Schmälerung seines endgültigen und gesetzen Triumphes.


Die Macht der Worte- eigene Autorität- Word/Faith:

Worte haben nur dann die invasive Macht, Ketten zu sprengen, wenn sie von Jesus durch uns gesprochen werden, entsprechend im Heiligen Geist. Autorität bedeutet Hingabe. Das Deklarieren und das Insistieren auf unsre vermeintliche Vollmacht beantwortet Satan mit: "Wer Jesus Christus ist, weiß ich- aber wer bist du?" Im Geist handeln heißt innerlich selbst zurücktreten und Gefäß sein. Entsprechend glaube ich nicht an menschengemachte Deklarationen und halte Einschränkungen im Gebet ( genau das muss gebetet werden) für hinderlich für Segen. Gott lässt sich nicht kanalisieren, benutzen, limitieren und ordnet sich nicht unserem Willen unter. Wir bitten- er gibt. Wir treten zurück, laden ein, öffnen unsre Herzen-er hat seinen Weg in uns. Wir geben ihm volle Autorität und handeln so bevollmächtigt, weil wir dem Heiligen Geist Raum geben. Er verherrlicht sich- wie er es will.


Channeling:

Gott liebt uns zuerst. Wenn Gott uns etwas sagen will, tut er es. Wir können fragen und darauf achten, wie er antwortet, aber wir können ihn nicht auffordern, was zu sagen. Channeling ist weit verbreitet und die Störquelle Nummer 1 in der Wahrnehmung von Gottes Führung und Stimme. Es ist das bewusste sich Öffnen für eine vermeintlich außen stehende Präsenz Gottes. Das bewusste sich Öffnen aber erfolgt gegenüber der geistlichen Welt, es ist die Erlaubnis, dass sich fremde Mächte unsrer bemächtigen und durch uns Botschaften weitergeben. Der so gechannelte "Christus" ist nicht Jesus. Er ist ein fieser Gestaltwandler, der nach Rosen und Jasmin riecht, mit Heiligenlegenden spielt und auch als inneres Bild als der westlich weichgespülte Ikonenchristus wahrgenommen wird- hold, lieblich, konturlos. Häufig tritt er in Kombination mit der Farbe dunklrot auf- und weiß. Die Kontaktaufnahme in Trance und Meditation über das Öffnen für veränderte Geisteszustände ist brandgefährlich und Einfallstor ohnegleichen.

Wenn Gott spricht, verändern sich deine eigenen Gedanken, deine Aufmerksamkeit, du erkennst Allegorien, Zusammenhänge, du fühlst, was dran ist und du gewinnst Klarheit. Und...er stammelt nicht. Er widerspricht niemals dem Jesus, dem du in der Bibel begegnest. Niemals. Öffnen musst du dich dafür nicht. Du brauchst den Glauben, die Erwartung, die Bereitschaft, dich führen zu lassen. Aber lass um Himmels Willen deine Versiegelung im Heiligen Geist intakt. Eine Flatrate muss nicht künstlich erzeugt werden.


Zusammenfassend:

Ich glaube an einen strahlend schönen, allmächtigen, gütigen, rettenden, liebenden und zugewandten Gott. Ich glaube, dass in ihm allein, und nur in ihm die Quelle allen Lebens ist. Ich glaube daran, dass Jesus Christus Gottes Sohn war und ist und sein wird in Ewigkeit, und ich knie nieder in überwältigter Freude, Anbetung und Dankbarkeit für sein Opfer, seinen Sieg und sein Herz, seinen Geist und sein Leben.

Ich bin mehr als bereit, mich, wenn er wiederkommt, seiner Herrschaft der Liebe zu unterwerfen und durch ihn in Gerechtigkeit zu regieren. Ich will nicht Jesus sein- und niemanden auf diesen Irrweg leiten. Ich bekenne mich klar zu Jesu Gottessohnschaft auch auf Erden.


Ich möchte Menschen in die Erkenntnis führen, wie groß und herrlich unser Gott wirklich ist.Denn darin liegt die Freiheit, zu der Christus uns frei gemacht hat. Das Beste- kommt noch. Er kommt.


Maranata.


Sibylle/Zionstochter.


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