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Geistliche Kampfführung- und nicht Online Gaming- über wahre und falsche Wege.

Aktualisiert: 1. Apr.





"Ihr Lieben, da es mich drängt, euch zu schreiben von unser aller Heil, halte ich’s für nötig, euch in meinem Brief zu ermahnen, dass ihr für den Glauben kämpft, der ein für alle Mal den Heiligen anvertraut ist. 4 Denn es haben sich einige Menschen eingeschlichen, über die schon längst das Urteil geschrieben ist: Gottlose sind sie, verkehren die Gnade unseres Gottes ins Gegenteil, in Ausschweifung, und verleugnen unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus. 5 Ich will euch, die ihr alles ein für alle Mal wisst, aber daran erinnern, dass der Herr[1], der das Volk aus Ägypten gerettet hatte, das andere Mal die umbrachte, die nicht glaubten. 6 Auch die Engel, die ihren hohen Rang nicht bewahrten, sondern ihre Wohnstatt verließen, hat er für das Gericht des großen Tages aufbewahrt mit ewigen Banden in der Finsternis. 7 So sind auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem Fleisch nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und leiden des ewigen Feuers Pein. 8 Ebenso sind auch diese Träumer, die ihr Fleisch beflecken, die Macht des Herrn verachten und himmlische Mächte lästern. 9 Als aber Michael, der Erzengel, mit dem Teufel stritt und mit ihm rechtete um den Leichnam des Mose, wagte er nicht, ihn für die Lästerung zu verurteilen, sondern sprach: Der Herr strafe dich! 10 Diese aber lästern, was sie nicht kennen; was sie aber von Natur aus verstehen wie die unvernünftigen Tiere, daran gehen sie zugrunde.  (Judas 1, 1ff)

Meine lieben Freunde, liebe Follower,


ich liebe Online Computerspiele.


Das, was mich für lange Zeit mit einer kleinen Schweißperle auf meiner Stirn hinterließ ( "kann ich das machen? Ist das okay, Herr?") wird mir jetzt zum Segen.


Warum?


Weil Online Computerspiele, die sogenannten MMORPGS, bestimmmten Mechanismen und Prinzipien folgen, die ich zu meinem größten Entsetzen innerhalb der weit verbreiteten Konzepte der "Spirituellen Kampfführung" wiederfinde.


Als ich das erste Mal erkannte, wie frappierend ähnlich sich Live Rollenspiele (LARP) und Klassiker wie The Elder Scrolls und die ewig propagierten "Prinzipien der geistlichen Welt" wirklich sind, war ich fassungslos.


"Jesus," sagte ich vollkommen verblüfft und entsetzt, "das ist jetzt nicht wahr, oder? Die haben nicht einfach ein riesiges LARP inszeniert, das sie mit Prophetien unterfüttern, und lassen die Leute tanzen wie Marionetten an Seilen- so böse und manipulativ kann doch niemand sein?!"

Ich seufze und höre die Antwort deutlich:

Doch, doch. Doch, es gibt Menschen, die derart durchtrieben sind.


Ich weiß, dass ich damit das Steckenpferd, das goldene Kalb der charismatischen Bewegung angreife, und ich warte innerlich bereits auf den Shitstorm.

Doch lest mal weiter- und dann denkt in Ruhe darüber nach.

Denn ich werde mit Sicherheit als ehemalige New Aglerin nicht den geistlichen Kampf an sich leugnen, noch die Wege, die wirklich hilfreich sind, in ihm zu bestehen.


Das Problem, das ich sehe, ist nämlich ein ganz anderes:


Wenn diejenigen, die die stärksten Beter sind, diejenigen, die Gebetsmandate halten und die wirklich Leidenschaft für Jesus mitbringen, in irregeleiteten und verflixt ausgeklügelten Konzepten der Gegenseite gehalten werden, dann werden ihre Gebete- geblockt. Gott kann keine Gebete erhören, die selbstzentriert und selbstsüchtig sind. Und wisst ihr, Freunde: DAS weiß Satan ganz genau.


Also bitte ich euch, mir zuzuhören, und für eine Weile das in Frage zu stellen, was euch eingetrichtert wurde:

Dass Menschen die geistlichen Realitäten in Geschichten wiedererzählen und deshalb solche Parallelen ja kein WUNDER sind. Prüft, wieviele "Mäntel der Salbung" "Schlüssel der Heilung" und "Bessere Waffenrüstungen" tatsächlich aus "himmlischen Portalen" über Stadien herausgeflogen kamen.


Ihr werdet feststellen:

Gar keine. Keine angekündigte Erweckung hat stattgefunden.

Keine außerordentliche Salbung kam, und auch die angekündigten Wahlerfolge, Auferstehungen, Lebensverlängerungen, Sturmfluten und ertrinkenden Eisbären am Nordpol (Ich veräppel euch nicht, das war eine offizielle Prophetie!)-hat es nie gegeben.


Wenn man Online-Rollenspiele, LARP und ähnliches spielt, geht es darin immer darum, einem rechtmäßigen König im Kampf um sein Königreich, das von dunklen Mächten okkupiert ist, zu helfen. Im Grunde geht es darum, dass Dämonen, Monster und durchdrehende Bestien die Fantasywelt durch Zauberei fest im Griff haben- sie beherrschen verschiedene Städte, Gebiete, sie rekrutieren Anhänger und versklaven die freie Bevölkerung. Dazu ( "The Elder Scrolls") strömen sie durch Portale aus anderen Dimensionen in die aktuelle Welt, "um sie zu besetzen".


Man befindet sich in einem permanenten Kampf zwischen Gut und Böse, ABER:


Man selbst ist der auserwählte Avatar, der Wunderschüler, der angekündigte Befreier und Richter des Bösen. Man kämpft sich seinen Weg durch die unzähligen Gegner, erlernt ein Handwerk und erfüllt unzählige Aufgaben, um immer stärker und besser ausgerüstet zu sein- und in seinen -entweder Ausdauer- oder Magiebasierten- Fähigkeiten immer geschickter und unüberwindlicher (resilienter) zu werden.

Damit das Ganze auch mächtig Spaß macht, wird man belohnt mit Events, in denen Zauberportale

( "Himmelsportale"), Schatztruhen zum Plündern ( "treasure hunt") und Titel (neue Namen) verliehen werden, sowie hochwertigere Attribute zu erhalten ( frische Salbung), und natürlich angepasste Ausstattung ( neue Rüstung).


Im Zentrum des Ganzen steht man selbst, nicht der König, für den man kämpft.

Und man kann sein, was man will: Man kann es erlernen, Heiler zu sein, man kann buffen (segnen, wundersam den Einfluss/die Stärke erhöhen), man kann kämpfen ( Krieger), man kann listig sein und die Schatztruhen des Feindes plündern( Schurke), man kann Nahkämpfer, Fernkämpfer sein, Elf, Mensch, Halbling, Zwerg, Ork...ach, was immer man will, es ist ein wenig abhängig vom Titel, den man spielt.


Es gibt sogenannte Gebiets- und Dungeon/Inibosse, die man nur mit mehreren besiegen kann, in dem man seine Fähigkeiten gegen sie einsetzt. Hier werden dann alle gebraucht- die Barden, die Heiler, die Tanks ( diejenigen, die sich an die Front stellen), die Fernkämpfer und die Magier, die mit - großteils Feuer ( Fire!!!) "das Böse verbrennen".


Nach den Gebietsbossen (kleinere Dämonen), kommen diejenigen, die ganze Kartenbereiche beherrschen ( mittlere Dämonen), und schließlich steht man den Weltbossen gegenüber, in abgeschlossenen Titeln dem Endgegner (Satan).

Diesen besiegt man nur mit einem Raid ( einer ganzen Armee), und dann, endlich, kann man dem König den Schlüssel zu seinem Königreich wieder überreichen, das man selbst befriedet hat.


Diese Spiele haben einen enormen Suchtfaktor, wegen des garantierten Erfolges, wegen des Konditionierens. Denn wir Menschen sind zutiefst beeinflussbar über Bestrafungs und Belohnungssysteme, und belohnt werden, Erfolg haben fühlt sich IMMER gut an. Sie machen einfach...Spaß. Das Zusammenspiel, das Machtgefühl, die Belohnungen- alles super. Nicht umsonst spielen diese Spiele Millionen von Menschen aller Altersklassen.



Der Punkt ist: Mit geistlicher Kampfführung im christlichen Sinne hat das nichts, aber auch garnichts zu tun.


Und dennoch wird jeder, der in der geistlichen Kampfführung "geübt ist", die Parallelen erkennen:


  • Dämonen, die ganze Städte unter einer dunklen Kraft binden, und die gemeinsam "niedergebetet werden" müssen


  • Länderfürsten in den geistlichen Dimensionen, die ganze Länder binden, und die in nationalen Gebetsarmeen niedergebetet werden sollen


  • Das Formieren von Joels Armee/ der Endzeitarmee, die Satan besiegen und die Welt richten wird


  • das Seven Mountains Mandate, das das Ziel hat, "die Welt zu befrieden, damit man Jesus den Schlüssel zum Königreich zurückgeben kann


  • Angekündigte Erweckungen, bei denen aus Himmelsportalen Salbung, Erleuchtung, bessere Waffenrüstung purzeln ( und Goldstaub, vergessen wollen wir den nicht)


  • Wissen und Schätze, die in Schatztruhen verborgen sind, weswegen wir auf "treasure hunt" bei Satan gehen müssen.


  • Auszeichnungen, Titel, neue Namen, Level up in der Gotteserkenntnis, Babychristen, Namenschristen, erleuchtete Christen, "reife Christen"


  • und regelmässig müssen wir uns neu auftanken, (rest in Spirit) weil uns die Manatränke, äh, die Heilig Geist Reserven ausgehen, also der Sprit ausgeht.




Nein. Nein, und nochmals nein.


Wir sind nicht die Helden der Geschichte, und Jesus hat uns niemals als "seine Armee" bezeichnet. Er redete niemals davon, dass wir in Selbststärke und Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung wachsen sollen, sondern in Gotteserkenntnis, in der Stärke unsres Glaubens ( Vertrauens in Gott!) und in der Kraft der Liebe, Besonnenheit und Hoffnung auf unsre Rettung durch Christus.


Das Problem bei Avataren ist, dass sie computergesteuerte Pixel sind, die entsprechend unsterblich sind und immer wieder wiederbelebt werden können. Und: Sie bekommen eine "Kraft verliehen", die sie zu kleinen Göttern macht, die alles erreichen können.


Bei aller Liebe: Eine solche Herangehensweise an den geistlichen Kampf findet keiner irgendwo auch nur ansatzweise in der Bibel, und das zu Recht, denn:


Jesus hat den Sieg ganz allein und ohne unsre Hilfe am Kreuz von Golgatha errungen. Wir sind längst ausgekauft aus dem Reich der Finsternis ins Licht, durch ihn, und nur durch ihn. Es gibt keine Gleichberechtigung zwischen Satan und Gott, sondern "die Dämonen zittern vor Angst, weil sie wissen, dass es Gott gibt."


Wir sollen das Böse fliehen und nicht studieren, noch sollen wir dem Vater der Lüge auch nur ansatzweise irgend etwas glauben, was er uns erzählt. Nirgendwo wird uns die Befehlsgewalt über Dämonen eingeräumt, noch wird das Verspotten oder direkte Ansprechen Satans gelehrt. Umso mehr wir das Reich der Finsternis studieren, statt Gott zu loben, zu erheben und seinen Sieg zu bekennen, desto mehr werden unsre Gedanken um Dämonen, Satans Macht und Strategien kreisen. Irgendwann geht es nur noch um den Kampf gegen Dämonen und Satan wird immer gleichberechtigter in unsren Gedanken, immer gefährlicher, immer bedrohlicher, immer präsenter. Nun, falls es eine Neuigkeit ist: Er hat keine Macht über uns. Wir sind ausgekauft mit dem teuren Blut Jesu Christi. Und Gott selbst ist es, der die Heerscharen der Engel beherrscht, der den Sieg schenkt, der Satan richten wird.


Nicht wir.


Wenn ich in die Bibel schaue und gleichermaßen auf meine Esoterik-Zeit zurückblicke, in der ich zahlreiche wirklich gruselige und erstaunliche mystische Dinge sah, gab es nur eins, das mich aus Angst, Dunkelheit, aus geistlichem Kampf und ähnlichem heraushob:


Und das war die Bitte um Hilfe, geäußert als solche, mein Flehen und Ringen, Gott möge seine Wahrheit und Vollmacht offenbaren, das Bekenntnis, ihm zu gehören und ...Lobpreis. Lobpreis und Wissen, wer wirklich mein Herr ist, lässt mich bis heute ausharren, Angriffe überstehen, und Attacken fühlen, aber nicht ausgeliefert sein.


Es deckt sich mit der Erfahrung und Vorgehensweise der Apostel, es deckt sich mit den Kämpfen und dem Ringen der Psalmisten, der großen Propheten, - und es befriedet das Land.


Wir müssen uns in Zeiten des Angriffs gegenseitig erinnern, wie oft Gott zuverlässig war. Wir müssen sein Lob erheben, wir müssen auf den blicken, der am Kreuz von Golgatha für unsre Sünden gestorben ist und all die Schuldscheine getilgt hat.


Ja, wir dürfen darum beten, dass unsre Events, unsre Seminare, unsre Gottesdienste geschützt sind. Ja, wir dürfen darum bitten, dass Gott seine Herrschaft über uns ausspricht. Ja, wir dürfen darum bitten, dass er wie ein Feuerwall um uns ist, der das Böse verbrennt und hindert, und das im Inneren befreit und reinigt. Ja, wir dürfen Gott fragen, warum Pfeile uns immer wieder am selben Punkt treffen, und um Erkenntnis und Heilung bitten- doch das wird mit Selbstverantwortung verbunden sein, denn wir sind nicht perfekt noch fehlerfrei.


Selbstverständlich dürfen wir in schweren und angefochtenen Zeiten Gott bitten, uns seine Engel zu schicken, und ja: Wir dürfen uns auch daran erinnern, dass wir unter seiner Herrschaft stehen.


Aber Dämonen sind Dunkelheit und Lüge.

Wenn wir sie mit demselben Feuer bekämpfen, das sie selbst sind, werden wir sie nicht besiegen. Wenn wir glauben, wir hätten Befehlsgewalt über sie, dann werden sie uns attackieren und auslachen.


Nein, Dämonen sind Dunkelheit und Tod. Nur die Bitte um die Gegenwart des Heiligen Geistes, die Präsenz des Lichtes, des Lebens, der Wahrheit wird Dämonen ausleuchten und vertreiben- denn in Gottes Gegenwart können sie nicht sein.


Mögen wir gründlich überdenken, was wir wollen: Menschen retten und herausholen, oder fanatisch bekämpfen, hassen und zerstören- um unsre eigene Macht zu spüren und wie Avatare den Sieger zu verleugnen.


Ich habe meine Wahl getroffen. Und ich hoffe, ihr tut es auch.

Denn Satan- bringt euch, in welchem Gewand des Lichts auch immer, nur Leid.


Und wenn ihr unbedingt Dämonen schlachten und den Kampf Gut gegen Böse spielen wollt, um dafür belohnt zu werden- dann zockt halt mal ein Onlinegame. Wisst ihr- unchristlicher als der Tatort ist das nämlich auch nicht.



Und schmeißt Bücher weg, die euch dieselben Belohnungen wie diese Spiele versprechen. Sie sind nicht wahr- und bringen den Autoren einfach nur ne Menge, Menge Geld- und Macht über euch.


Seid behütet.


Sibylle/Zionstochter.



Sources:

Die Bibel, Luther 2017, www.bibleserver.com

MMORPG & PC Games: The Elder Scrolls-Oblivion, ESO, Neverwinter Nights/ Neverwinter Online/ World of Warcraft.

Foto: Pixabay, black-talon,thx, its matching!

Lobpreis: Michael W.Smith: More love, more power.

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